Wer schwarzsieht, rechnet mit dem Schlimmsten und wird deshalb Schwarzseher oder Pessimist genannt. Hier erfährst Du, was „schwarz sehen“ bedeutet, worin sich Pessimisten und Optimisten unterscheiden und warum eine Prise Pessimismus nützlich sein kann. Zum Schluss geht es um das wörtliche Schwarzsehen: dunkle Sonnenbrillen, Filterkategorien und UV400.
Das Wichtigste in Kürze
- „Schwarz sehen“ heißt, vom Schlechten auszugehen. Wer das gewohnheitsmäßig tut, ist ein Schwarzseher oder Pessimist.
- Eine Prise Pessimismus hilft beim Planen und Vorsorgen. Zu viel davon kann lähmen.
- Weder Pessimist noch Optimist? Dann sprechen viele von einem Realisten.
- Bei dunklen Sonnenbrillen zählen UV400 und CE, nicht die Tönung. Kategorie 4 ist nichts für den Straßenverkehr.
Was bedeutet „schwarz sehen“?
„Schwarzsehen“ ist eine Redewendung. Wer schwarzsieht, malt sich die Zukunft in düsteren Farben aus und erwartet, dass etwas schiefgeht. „Ich sehe schwarz für das Projekt“ heißt: Ich rechne nicht mit einem guten Ausgang. Wer alles schwarz sieht, nimmt auch gute Aussichten eher skeptisch auf. Das Gegenstück ist der Blick durch die rosarote Brille.
Menschen mit dieser Haltung nennt man Schwarzseher, Schwarzmaler oder Pessimisten. „Schwarzseher“ hat noch eine zweite Bedeutung: Umgangssprachlich ist damit auch jemand gemeint, der ohne Anmeldung fernsieht. Hier geht es um die erste Bedeutung.
Was ist ein Pessimist? Pessimismus einfach erklärt
Das Wort kommt vom lateinischen „pessimum“, dem Schlechtesten. Pessimismus ist eine Grundhaltung, bei der man eher Negatives erwartet. Das ist zunächst ein Charakterzug und keine Krankheit, und die meisten Menschen schwanken je nach Situation.
- Pessimist: erwartet eher, dass etwas schiefgeht, und sieht das Glas halb leer.
- Optimist: erwartet eher Gutes, sieht das Glas halb voll und nimmt vieles leichter.
- Realist: wägt ab, ohne zu einer Seite zu neigen. So nennen sich oft Menschen, die weder Pessimist noch Optimist sein wollen.
Optimisten wirken unkompliziert und kommen meist besser an. Trotzdem haben beide Sichtweisen ihre Berechtigung, denn die Welt ist weder ganz schwarz noch ganz weiß.
Was Schwarzseher gut können
Pessimisten haben einen schlechten Ruf, doch ihre Haltung hat Stärken, solange sie in Maßen bleibt:
- Sie planen vorsichtiger. Wer mit Pannen rechnet, hat oft nicht nur einen Plan B, sondern auch einen Plan C.
- Sie bereiten sich vor. In der Psychologie heißt es „defensiver Pessimismus“, wenn man sich vorstellt, was schiefgehen könnte, und vorab Vorkehrungen trifft.
- Sie gehen seltener unnötige Risiken ein. Wer das Schlechteste im Blick hat, überlegt etwa bei Geldentscheidungen zweimal.
- Sie sind oft einfühlsam. Wer selbst Zweifel und Sorgen kennt, begegnet den Sorgen anderer meist mit mehr Verständnis.
- Sie freuen sich über gute Wendungen besonders. Wer wenig erwartet hat, wird von einer guten Nachricht stärker überrascht.
Wenn Schwarzsehen zu viel wird
Sorgen können antreiben: Wer sich Gedanken macht, weiß oft früher, was er vermeiden will. Zu viel Pessimismus kann aber lähmen und das Grübeln verstärken. Gesund ist meist die Mitte: genug Skepsis, um vorzusorgen, und genug Zuversicht, um nach Rückschlägen weiterzumachen. Hast Du über längere Zeit das Gefühl, nur noch schwarzzusehen, fühlst Dich niedergeschlagen oder ängstlich, sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber.
Schwarz sehen mit Sonnenbrille: Tönung, Filterkategorie und UV400
Wörtlich schwarz sieht man durch dunkle Gläser. Dabei sind zwei Dinge zu trennen: wie dunkel ein Glas ist und wie gut es UV-Strahlung filtert.
Dunkel heißt nicht automatisch UV-Filter
Die Tönung sagt, wie viel sichtbares Licht durch das Glas kommt, nicht, wie viel UV-Strahlung. Auch sehr dunkle Gläser können UV-Strahlung durchlassen. Verlass Dich deshalb auf die Kennzeichnung: UV400 bedeutet, dass die Gläser UV-Strahlung bis 400 Nanometer filtern. Das CE-Zeichen zeigt, dass die Brille die europäischen Anforderungen an Sonnenbrillen erfüllt (Norm EN ISO 12312-1). Was UV-A, UV-B und UV-C unterscheidet, erklärt Das kleine ABC der UV-Strahlen.
Filterkategorie 0 bis 4: Wie dunkel soll das Glas sein?
- Kategorie 0 (80–100 % des Lichts): klare oder fast klare Gläser, Mode, trübes Wetter
- Kategorie 1 (43–80 %): leichte Tönung für bewölkte Tage und die Stadt
- Kategorie 2 (18–43 %): mittlere Sonne, Alltag
- Kategorie 3 (8–18 %): kräftige Sonne, Sommer, Strand, Urlaub im Süden
- Kategorie 4 (3–8 %): extreme Helligkeit im Hochgebirge und auf Gletschern, nicht für den Straßenverkehr
Die Angabe steht meist innen am Bügel, etwa als „Cat. 3“. Für den Alltag passen meist Kategorie 2 oder 3. Eine Sonnenbrille der Kategorie 4 gehört nicht ins Auto und nicht aufs Fahrrad. In der Dämmerung und bei Dunkelheit sind dunkle Gläser generell nicht geeignet. Polarisierte Gläser sind eine eigene Eigenschaft: Sie reduzieren Blendung durch Spiegelungen, etwa auf Wasser oder nasser Straße, mehr dazu bei den polarisierten Brillengläsern. Worauf es bei UV400, CE und Verarbeitung ankommt, steht in Günstige Sonnenbrillen mit gutem UV-Schutz.
Dunkle Sonnenbrillen im Shop
Dunkle Gläser gibt es in fast allen Formen. Aktuell findest Du unter anderem Sonnenbrillen von Ray-Ban, Oakley, Prada, Miu Miu und Gucci, darunter Dauerbrenner wie die Ray-Ban Wayfarer oder die Oakley Holbrook. Welche Farben lieferbar sind, siehst Du beim Modell.
Miu Miu MU B07S 16K04O€ 243,00
Ray-Ban BILL (RB2198 901/R6)€ 109,70
Miu Miu MU A06S 16K08Z€ 197,00
Oakley HOLBROOK (OO9102 9102D6)€ 150,00 P
Oakley EYEJACKET REDUX (OO9438 943801)€ 110,35
Ray-Ban JUSTIN (RB4165 622/T3)€ 124,48 P
Oakley TERRAFORMA (OO9530 953001)€ 90,86
Prada PR 15WS 24B40L€ 175,00Häufige Fragen
Wie nennt man Menschen, die alles negativ sehen?
Pessimisten, Schwarzseher oder Schwarzmaler. Wer eher vorsichtig und kritisch ist, wird auch Skeptiker genannt.
Darf ich eine Sonnenbrille der Kategorie 4 beim Autofahren tragen?
Nein. Kategorie 4 lässt nur 3 bis 8 % des Lichts durch und ist für den Straßenverkehr nicht geeignet.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.



